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Die eigene Homepage – Grundbegriffe

By on April 16, 2014

Ob Privatperson, Band oder kleines Unternehmen…ein jeder steht irgendwann einmal vor der Frage, wie man eigentlich eine eigene Homepage online bekommt. Je mehr man sich damit beschäftigt, desto frustrierender und unübersichtlicher erscheint die ganze Sache. Man trifft einerseits einen Kollegen, der übers Wochenende ohne Programmierkenntnisse schnell eine Homepage online gestellt hat und einem brühwarm erzählt das sei heutzutage ja ganz einfach – andererseits hört und liest man auch massenhaft Aussagen die auf die Komplexität des ganzen Themas hinweisen. Kommt man dann erstmal mit Begriffen wie PHP, CSS oder HTML in Berührung versteht man dann plötzlich die Welt gar nicht mehr. Verspricht nicht sogar schon die Fernsehwerbung, man könne ganz leicht eine Homepage selbst machen? Was denn nun? Hat der Kollege Recht oder ist eine Homepage online zu stellen nun doch eine Sache für Profis? Alles nicht mehr so einfach wie es scheint.

Dieser Artikel richtet sich nun an Menschen, die wirklich gar kein Hintergrundwissen haben und soll dazu dienen erst einmal ein wenig Ordnung in die Thematik zu bringen und einige Grundbegriffe zu erklären.

Wie funktioniert eigentlich das Ganze?

Tja – fangen wir bei Null an. Eine Homepage ist wie ein Haus. Es wird gebaut, jemand wohnt dort und es hat eine ganz klare und eindeutige Adresse. Um ein Haus zu bauen, braucht man erst einmal ein Grundstück. Dann muss eine Straße dorthin gebaut werden, damit es erreichbar ist. Und am Ende baut jemand dieses Haus nach den eigenen Vorstellungen. Kümmern wir uns erst einmal um das Grundstück. Wo bekomme ich das her? Wo kaufe ich es bzw miete ich es?

Es gibt haufenweise Firmen, die sich hier als Dienstleister anbieten. Sie kümmern sich auch darum, dass eine Straße zu deinem Grundstück gebaut wird und Du eine Adresse bekommst. Diese Firmen nennt man WEBHOSTER. Diese vermieten Platz auf ihren Servern. In Grunde ist das so wie beim Telefonanschluss. Du willst telefonieren? Dann entscheidest Du dich für einen Telefonanbieter. Du willst mit einer Homepage im Internet erreichbar sein? Dann wendest Du Dich an einen WEBHOSTER, der Dir Platz auf seinem Server vermietet.

Was ist ein Server? Vereinfacht: Das ist ein Computer der innerhalb des Internets von jedem anderen Computer erreichbar ist, sofern dieser ans Internet angebunden ist. Auf diesem Server nun gibt es „Grundstücke“ auf denen Deine Homepage / dein Haus stehen könnte. Diesem Grundstück wird dann eine eigene Adresse zugeordnet. Etwa: www.maxmustermann.de. Die Webhoster bieten ganz unterschiedliche Pakete an , die unterschiedlich viel im Monat an Miete kosten. Was braucht man nun und warum ist das so? Nun – wie beim Hausbau auch ist es ein Unterschied ob man eine Villa bauen möchte oder eine kleine Anliegerwohnung. Das billigste Angebot ist selten ausreichend, das teuerste fast immer rausgeworfenes Geld. Das sollte ersteinmal als Einstieg genügen.

Halten wir erst einmal fest:

Man benötigt einen Platz auf einem Server auf dem die eigene Homepage abgelegt wird. Und dann eine eindeutige Adresse unter der sie zu erreichen ist. Um Beides kümmern sich WEBHOSTER.

Was ist eine Homepage eigentlich?

Kurz zusammengefasst: Eine Ansammlung von Informationen, die untereinander verbunden, „verlinkt“ sind. Diese Informationen müssen lesbar sein. Klar. Aber für wen? Für den sogenannten Browser. Ein Browser ist nichts weiter als ein Internetzugangsprogramm und jeder kennt diese Programme ob ihm das klar ist oder nicht. Es handelt sich um Programme wie den Internet Explorer, den Firefox, den Google Chrome. Wem auch das nichts sagt – und das kommt vor – sofern Du selbst „ins Internet gehst“ so tust Du das in der Regel indem Du auf einen Button klickst auf dem z.B. „Internet“ steht. Es öffnet sich nun ein Programm, dass Dir Zugang zum Internet ermöglicht. Dieses Programm ist ein BROWSER.

Was tut nun ein Browser eigentlich? Kurz gesagt: er stellt das Internet so dar, dass es für den Menschen sauber lesbar und gelayoutet ist. Diese Programme „sehen“ eine Homepage aber völlig anders als Du vor dem Bildschirm. Sie interpretieren die Angaben die sie vorfinden und geben sie so aus, dass Du visuell eine Homepage siehst. Mit Texten, Links und Bildern. Browser „sehen“ Code- Programmzeilen wenn man so will. Sie sprechen eine bestimmte Sprache und müssen diese auch vorfinden um Dir eine saubere Anzeige des Internets liefern zu können. Es kommen in der Webtechnologie ganz verschiedene Programmiersprachen zum Einsatz: HTML, CSS, Javascript, PHP etc. Hier wird es richtig kryptisch. Was das im einzelnen ist – das ist jetzt erstmal gar nicht wichtig. Man braucht sich erstmal nur eines zu merken: eine Homepage ist zunächst ein Mal eine Ansammlung von Informationen also von Texten, Bildern etc. – Diese Informationen werden nun mittels einer Auszeichnungssprache so strukturiert, dass sie für das menschliche Auge ansprechend im Browser dargestellt werden können. Diese Auszeichnungssprache heisst: HTML.

Wir halten also fest:

Eine Homepage besteht aus Informationen, die mittels einer bestimmten Programmiersprache strukturiert werden und die ein Internetzugriffsprogramm, genannt BROWSER, so interpretiert, dass Inhalte für das menschliche Auge ansprechend und im Sinne des Anbieters der Homepage aufbereitet werden.

Ich kann aber nicht programmieren – Was nun?

Ich will euch nichts vormachen – ab diesem Zeitpunkt wird es schwierig. Natürlich beherrscht man idealerweise die notwendigen Programmiersprachen im Schlaf. Hier handelt es sich aber um ein eigenes Berufsbild. Sich in die Grundbegrifflichkeiten von HTML und CSS einzuarbeiten ist zwar für jeden Betreiber einer Website lohnenswert. Aber der Zeitaufwand ist enorm. Was nun?

Was wissen wir bisher: Als zukünftiger stolzer Betreiber einer Homepage braucht man zunächst einmal eine Webadresse und einen Webhoster auf dem deine Homepage liegen soll. Darum kommt niemand herum und bis genau zu diesem Punkt muss das jeder auch selbst in der Hand haben. Dann kommen wir an eine Kreuzung. Man kann nun die Arbeit entweder an jemanden abgeben, der sich damit auskennt. Man kann auch den harten Weg gehen und versuchen das selbst anzugehen. Dazu gehört, sich wenigstens ein solides Basiswissen in Sachen HTML und CSS zu erarbeiten. Man kann und wird auch auf einen soliden HMTL EDITOR wie Adobe Dreamweaver zurückgreifen müssen. Diese Software kostet natürlich auch Geld. Oder aber man setzt auf CMS Systeme wie WordPress. Was für den Einstieg in die Materie die klügste Wahl darstellt – kommt man hier doch sehr schnell zu Erfolgserlebnissen.

Man kann auch auf das Angebot diverser Webhoster zurückgreifen. Diese bieten immer öfter Homepage- Bausätze an. Das sind Layoutvorgaben -also bereits fertig programmierte Produkte die man nur noch mit seinen eigenen Inhalten füllen muss. Was in der Regel sehr einfach und ohne Programmierkenntnisse funktioniert. Womit auch das Rätsel gelöst wäre, warum es so mancher Freund oder Kollege übers Wochenende eine Homepage „gebastelt“ hat obwohl er über keinerlei Programmierkenntnisse verfügt. Es ist heutzutage tatsächlich sehr viel leichter geworden, ein vorgefertigtes, nicht exklusives Homepage Design online zu bekommen.

Folgende Wege stehen erst einmal grundsätzlich zur Verfügung:

  1. Beauftrage jemanden, der sich damit auskennt
  2. Schaffe Dir einen guten HTML Editor und lerne, lerne lerne.
  3. Versuche über ein CMS System wie WordPress eine vorgefertigte Homepage zu generieren
  4. Miete eine OUT OF THE BOX Lösung bei deinem Webhoster

Wo die Vor- und Nachteile liegen, stelle ich euch in weiteren Artikeln vor. Hier erst einmal drei Beispiele für bekannte Webhoster. Auf ihren Seiten werdet ihr auch Werbung für deren Homepage- Bausätze finden. Es schadet nicht, sich dies mal anzusehen oder auch zu testen gerade wenn man einfach ad hoc und schnell irgendeine Lösung braucht. Aber eine kleine Warnung vorweg: wirklich glücklich wird man auf Dauer damit in der Regel nicht. Was verschiedene Gründe hat. Wer auf ein ganz eigenes Design und Professionalität im Webauftritt Wert legt, für den ist das selten eine brauchbare Lösung. Besonders tückisch: Der Webhoster bindet Dich bei Wahl dieser Lösung an sich. Ein „Umziehen“ solcher Homepages auf die Server eines anderen Anbieters ist grundsätzlich nicht möglich und es gibt noch eine Vielzahl anderer gravierender Probleme. Aber diese Lösung ist extrem schnell und kostengünstig. Den eigenen professionellen Ansprüchen genügen diese Angebote aber evtl. nicht einmal mittelfristig. Dies sollte man im Hinterkopf behalten.

Hier ein paar Beispiele:

Hosteurope
1&1 Webhosting
Strato

Weiter gehts hier:

Die eigene Homepage – Teil 1: die ersten Schritte

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