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Zum Tod von Markus Berger

By on Januar 7, 2013

Foto mit freundlicher Genehmigung von Christina Bulka 2011

In der Nacht zum 05.01.2013 ist Markus Berger, Mitbegründer, Gitarrist und Bassist der Band DANTE an den Folgen seiner schweren Erkrankung verstorben. Auch wenn wir natürlich von der Tragweite und Gefährlichkeit seiner Krankheit wussten und wir uns auch mit der Möglichkeit, dass Markus daran sterben könnte schon recht früh auseinandersetzen mussten, traf uns sein Tod wie ein Vorschlaghammer. Der Schmerz ist unbeschreiblich groß und wir teilen diesen mit allen, die Markus kannten und liebten. Der Tag, vor dem wir alle so große Furcht hatten, ist gekommen. Trotz frühzeitiger Erkennung und bestmöglicher medizinischer Behandlung hatte Markus am Ende seiner Erkrankung nichts mehr entgegen zu setzen.

Ich kannte Markus Berger seit Kindesbeinen an. Markus Maichel und Ich gingen mit ihm auf dieselbe Schule. So groß auch die Liebe zur gemeinsamen musikalischen Zusammenarbeit gewesen sein mag, DANTE war nicht unsere wichtigste Gemeinsamkeit. Er war ein guter Freund mit dem wir Erinnerungen an ein halbes Leben teilten. Es ist daher müßig weiter darauf eingehen zu wollen, wie schwer dieser Schlag für uns ist. Wir stehen noch immer wie betäubt vor der Erkenntnis dieser schwer bis gar nicht zu verstehenden Endgültigkeit, die wir Tod nennen. Und ein nicht unerheblicher Teil unsererselbst weigert sich diesen anzuerkennen. Was mich persönlich angeht, so bestimmen Ungläubigkeit, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Trauer und eine enorme Wut wie unfair dieses Leben sein kann meine Tage. Markus musste viel zu früh gehen. Unseren Frieden mit dieser Tatsache zu schließen wird nicht einfach werden.

Natürlich wissen wir, dass viele von euch wissen wollen, ob es nach dieser Tragödie eine Zukunft für DANTE geben wird. Dies können wir mit einem entschiedenen JA beantworten.

Tatsächlich verhält es sich so, dass wir DANTE bereits seit bald einem Jahr in Markus Sinne weitergeführt haben, nachdem ihn die fortschreitende Therapie dazu zwang, sich aus dem operativen Geschäft der Band zurückzuziehen. Wir haben diese Lage auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin nicht nach außen kommuniziert. Das war nicht immer einfach. Da es Markus enorm wichtig war, dass es mit DANTE, „seinem Baby“ wie er sich mir gegenüber immer wieder ausdrückte, in jedem Fall weitergehen solle und müsse, haben wir im letzten Jahr alle Kraft zusammen genommen um die Band auch ohne seine Anwesenheit in seinem Sinne am Laufen zu halten, für die Veröffentlichung des Albums „november red“ zu sorgen und darüber hinaus zukunftsorientiert weiterzuarbeiten.

Markus hat dafür gesorgt, dass es DANTE auch weiterhin geben wird – wie mir erst jetzt im vollem Umfang klar wird. Die Reise wird weitergehen.

Wir danken all jenen von ganzem Herzen, die in diesen Tagen Ihr Beileid via Facebook zum Ausdruck bringen . Eure Anteilnahme hilft uns durch diese schwere Zeit und hätte Markus sehr gefreut!

Vielen Dank!

Alex

In Tiefer Trauer

DANTE

Markus Maichel Christian Eichlinger

Markus A. Bader Alexander Goehs

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4 Comments
  1. Antworten

    Julie

    Januar 15, 2013

    Wir sind erschüttert und sprachlos, dass es Markus einfach nicht mehr gibt. Unvergessen sind die Cocktailparties mit ihm, den Spass und wir mit ihm und seiner Art von Humor hatten und vor allem unsere Hochzeitsfeier, bei der er mit anderen unserer Freunde die musikalische Begleitung mit der Gitarre gemacht hat. Er hat uns nie was von seiner Krankheit erzählt, nur dass es ihm manchmal nicht gut so gut geht. Ich wünsche ihm, dass er mit der Zufriedenheit von dieser Welt gehen konnte, vieles erreicht zu haben und Menschen mit seinem Dasein glücklich gemacht zu haben. Markus, Du bist immer in unseren Herzen

    • Alexander Goehs
      Antworten

      Alexander Goehs

      Januar 15, 2013

      Hallo Julie,

      vielen Dank für Deine lieben Worte.

      Obwohl wir wussten, wie es um ihn steht und dass es wohl kein gutes Ende nehmen würde, waren auch wir auf diesen Verlust nicht wirklich vorbereitet. Darauf kann man sich einfach nicht vorbereiten.

      Es ist ein Trost zu wissen und zu erfahren, wie viele liebe Menschen dort draussen tief getroffen sind. Markus ist mit seiner Erkrankung nicht hausieren gegangen und hatte uns gebeten dies auch nicht zu tun.

      An dieses Versprechen haben wir uns das letzte Jahr so gut es ging gehalten. Und das war sehr sehr schwer.

      Er hat tapfer gekämpft. Und verloren. Das Leben kann sehr grausam sein.

      Alex

  2. Antworten

    Robin

    Juni 29, 2014

    An Alex, Markus, Christian und Markus.

    Meine lieben Freunde,
    ich bin ebenso erschüttert über den Verlust eures Freundes und Bandkollegen Markus Berger.
    Hierfür spreche ich euch mein tiefes Beileid aus.

    Auch wir mussten unseren Papa auf diesem schweren Weg begleiten,
    welcher ihn schlussendlich und unausweichlich in die Endgültigkeit, die wir Tod nennen, geführt hat.
    Da dieses Thema in unsere Familie zu keinem Zeitpunkt seiner Krankheit (oder je zuvor) ein Tabu war, machte es ein wenig leichter seine Entscheidung, sich nicht behandeln zu lassen, mit zu tragen.
    Trotz der Gewissheit eines relativ nahen Endes war es eine sehr intensive und ja, auch schöne Zeit.
    Dazu hat sein offener und auch humorvoller Umgang mit der Situation sehr beigetragen.
    Trotzdem und vielleicht deswegen traf uns sein Tod, für ihn eine Erlösung, doch mit aller Härte.
    Für mich hat er aber den Krebs besiegt, leider nicht auf der physischen Ebene.
    Er hat seiner Krankheit tapfer die Stirn geboten, leider war sein Körper im Kampf unterlegen…

    Die Tatsache, dass ich den Schmerz des Verlustes mit euch teilen kann,
    macht euch (für mich/uns) nochmals sympathischer und verleiht euch neben der musikalischen
    auch (noch mehr) menschliche Größe, die uns im Geiste zusammenschweißt.

    Markus lebt in euren Herzen und durch eure Musik weiter,
    und ich sage aus vollster Überzeugung als Dante-Fan, er kann wahnsinnig stolz auf euch sein.
    Dass ihr seinen Weg mit großem Zuspruch weiterführt, hätte ihn mit Zufriedenheit erfüllt.

    Dass ich ihn nicht mehr persönlich kennenlernen durfte, weckt aufgrund der Gleichheit der Ereignisse
    jedes Mal gemischte Gedanken bei einem Treffen mit euch, bzw. bei Dante Konzerten…

    Ich schließe mit der Gewissheit, dass es beiden gut geht wo sie jetzt sind.

    Meine Anteilnahme möchte ich gerne sehr unkonventionell zum Ausdruck bringen,
    so wie es im Sinne meines Vaters gewesen wäre…

    Deshalb ein herzliches „The Prog must go on“ auf Himmel und Erde!

    Robin

  3. Antworten

    Bernhard Gehl

    Januar 4, 2016

    Auf abwesende Freunde!

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